Wir möchten Fachkräfte auf Plexuskinder e.V. und unsere Angebote aufmerksam machen und so zur Aufklärung und Prävention beitragen.

Aus Sicht von Plexuskinder e.V. ist die Prävention der Plexusparese mehrstufig:
- Die Vermeidung der Schulterdystokie durch Aufklärung und Handeln während der Schwangerschaft, z.B. Gewichtszunahme vermeiden, Vorgehensweise bei einer vorherigen Schulterdystokie, bei einem sehr groß geschätztem Kind, bei Beckenendlage.
- Die Vermeidung der Schulterdystokie und, wenn unvermeidbar, die Vermeidung schwerer Folgen bei der Geburt durch Ausbildung und kontinuierliches Training, Training was tun wenn es zu einer Schulterdystokie kommt, Situation erkennen und professionell handeln, Notfallpläne, Dokumentation.
- Die Vermeidung der schweren Folgen nach der Geburt durch umgehende und umfassende Aufklärung der Eltern.
Wir wünschen uns sehr, dass es durch mehr Aufmerksamkeit, Training und einen professionellen Umgang mit I. und II. zu weniger Fällen insgesamt und zu weniger schweren Fällen kommt. Studien aus vielen Ländern zeigen, dass dies möglich ist. Die Vermeidung der schweren Folgen durch frühzeitige und umfassende Aufklärung der Eltern ist aus unserer Sicht sehr wichtig. Wir möchten Fachkräfte auf Plexuskinder e.V. und unsere Angebote aufmerksam machen und so zur Aufklärung und Prävention beitragen.

In dem Fachbeitrag „Schlimmeres verhüten – Neonatale Morbidität und Mortalität nach Schulterdystokie“ in der Deutschen Hebammen Zeitschrift Ausgabe 08/2025 von PD Dr. Julia Jückstock, Dr. Harald Abele, PD Dr. med. Nina Kimmich, Dr. med. Peter Jakubowski und Dr. med. Karina Holak werden die Komplikationen nach einer Schulterdystokie ausführlich besprochen.
https://staudeverlag.de/schlimmeres-verhueten
Jückstock, J. et al. (2025). Neonatale Morbidität und Mortalität nach Schulterdystokie: Schlimmeres verhüten! Deutsche Hebammen Zeitschrift, 77 (8), 48–53.
Wir freuen uns, dass ein Hinweis auf den Informationsflyer für Eltern bei Verdacht auf eine Plexusparese, den wir gemeinsam mit der DGGG erstellt haben, aufgeführt wird.
Der Informationsflyer zur Plexusparese ist auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. abrufbar.
Übersicht Patientinnenleitlinien und -ratgeber DGGG
Direkter Link zum Flyer Plexusparese
Weitere Informationen für Eltern hier: https://plexuskinder.de/baby
